Ein Wochenende in Wien? Einfach zu kurz!

Unsere Kinder schenkten mir zu meinem Geburtstag eine Wochenendreise nach Wien, um dort, nach einer Zeit von 25 Jahren, endlich meine ältere Schwester wiederzusehen. Mein Mann und ich fuhren mit unserem Wagen in den frühen Morgenstunden zum Flughafen in Düsseldorf um unsere Kurzreise mit der Air Berlin anzutreten. Wir fanden dort auf Anhieb den für uns zuständigen Counter, checkten recht früh ein und konnten deshalb noch in aller Ruhe einen Kaffee trinken und die Hektik des Flughafens beobachten.

Flughafen Düsseldorf

Dies ist eine Fokker 100 der Air Berlin, mit der wir nach Wien gedüst sind. Sie fasst 100 Passagiere und ist mit ca.700 Km/Std.
unterwegs.


Endlich war es soweit und dem Wiedersehen mit meiner Schwester, stand nicht mehr viel im Weg. Nachdem wir das Gepäck abgeholt haben und zum Ausgang gingen, war die Freude riesig, da mein Neffe Rudi und seine Frau Ulrike, dort schon auf uns warteten. Es gab wie immer viel zu erzählen, was dort im Kaffee, bei einer Melange und einem großen Schwarzen, sofort eingeleitet wurde.

Im Parkhaus wurde alles im Auto verstaut und ab ging es, in Richtung Wien, wo wir trotz des schlechten Wetters, das “Hundertwasser-Haus” besucht haben. Leider ließ das Wetter nicht mehr zu, da es heftigst schneite und außerdem s..kalt war.

Das Hundertwasser-Haus aus verschiedenen Perspektiven.
Die Grundsteinlegung für dieses Gebäude war am 16. August 1983 durch Friedensreich Hundertwasser und dem damaligen Wiener Bürgermeister, Dr. Helmut Zilk.
Leider ließ das schlechte Wetter und das Objektiv meiner Kamera keine Aufnahme zu, die das Haus, bei dem es sich um ein Eckgebäude handelt, in seiner gesamten Größe zu fotografieren.


Nun ging es in Richtung Wiener Neustadt, wo Rudi, Ulrike und der “kleine” Rudi in einem schönen Haus leben, das in Eigenarbeit umgebaut wurde.

Ulrike und Rudi

und hier der Sohn der Beiden, ebenfalls Rudi

Wie es wohl meistens ist, spielte sich fast alles in der Küche ab, weil es dort, genau wie bei uns, immer am gemütlichsten ist. Es gab viel zu erzählen und zu ratschen und ich hatte doch vor Aufregung etwas Bauchweh, weil ich gleich meine große Schwester wiedersehen sollte. 25 Jahre sind eben doch eine sehr lange Zeit, in der sehr viel geschehen ist.

Endlich war es soweit. In der Diele hörte ich Ihre Stimme und ich wurde nun doch um einiges nervöser.

Würde sie mich wiedererkennen, oder war ich mit den Jahren doch eine Fremde für sie geworden.

Ich denke, die Bilder sprechen für sich und benötigen keinen Kommentar.

Der Abend ging wie im Flug vorbei und es wurde schneller Zeit zum Schlafen, als es uns recht war.

Am Sonntag wurden, nach einer herrlich durchschlafenden Nacht und einem wunderbar harmonischem Frühstück, die mir in Erinnerung gebliebenen Orte aus meiner Kindheit besucht. Rudi hat nichts ausgelassen. Selbst ein Besuch am Grab meiner Großeltern stand auf dem Programm.

In Felixdorf und Sollenau lagen die Schwerpunkte meiner Kindheit in Österreich und Rudi hatte schon im Vorfeld, ohne daß ich davon wusste, die meisten Örtlichkeiten aufgesucht und nachgeschaut, ob sie noch existieren. Es war stellenweise so unverändert, daß ich dachte, daß Oma und Opa jeden Moment um die Ecke kämen.

Für den Abend hatten Rudi und Ulrike einen Tisch beim Heurigen der Familie Steiger in Neudörfel im Burgenland reserviert.

Auch dieses, für uns, ungewohnte Ereignis mit Speis und Trank, war ein voller Erfolg und die Zeit verflog leider viel zu schnell.


Der Montagmorgen fing wieder mit einem guten und gemütlichen Frühstück an. Es mussten noch einige Souvenirs für die Kinder beschafft werden und vor allen Dingen eine Sacher Torte, ohne die wir nicht hätten nach Hause kommen dürfen. Rudi besorgte sogar noch auf die Schnelle ein original “BILLA SACKERL”, das uns durch das ganze Wochenende begleitet hat und jedesmal für einige Belustigungen sorgte. Dies zu erklären würde zu weit führen.
Allerdings werden alle die dabei waren, verstehen worum es geht.

Gegen 14:30Uhr ging es in Richtung Flughafen Wien Schwechat. Die Zeit in Wiener Neustadt war leider viel zu kurz, um alles zu erledigen, was man sich vorgenommen hatte. Von der Schwester hatten wir uns am Vorabend schon tränenreich verabschiedet und versprochen, das es bis zum nächsten Wiedersehen keine 25 Jahre dauert. Wir planen schon die nächste Attacke auf Wien und hoffen etwas mehr Zeit und vor allem schöneres Wetter zu haben um alle Vorhaben in die Tat umsetzen zu können.
Pünktlich waren wir am Airport, checkten ein, versorgten das Gepäck und schon wieder ein Abschied. Traurig und doch glücklich ob des schönen Wochenendes gingen wir zum Sicherheitcheck, bei dem auch ich diesmal unbehelligt passieren konnte. Und niemand fand das BILLA-SACKERL in der Tasche meines Mannes.

Flughafen Wien Schwechat

Wiederum mit der Air-Berlin, aber diesmal in einer Boeing 737/700 ging es mit 15 Min. Verspätung und 150 Mitpassagieren mit ca. 800 Km/Std. in Richtung Düsseldorf.

Wir sind uns sicher, daß dies nicht unser letzter Flug nach Österreich war und hoffen, unsere Planungen unter Mithilfe unserer Kinder, Rudi, Ulrike und Rudi, diesbezüglich recht schnell in die Tat umsetzten zu können. Mit der Erstellung dieser Seite auf unserer HP,  möchten wir unserem Dank, der an alle unsere Jungs mit ihren Familien, Rudi und Ulrike in Wiener Neustadt gerichtet ist, ein Gesicht geben und schicken auf diesem Weg ein riesengroßes BILLA SACKERL voll lieber Grüße an unsere Familie hier und in Österreich.